Follow us on Twitter
schließen
 
MENÜ
Freitag, 30. Juli 2010

The Art of Black’n’Soul

Schwarz und süß: „Chocolate Club“ im „Palais“

Grund zum Feiern für alle Freunde der schwarzen Clubmusik: „Chocolate Club“ kommt zum elften Mal ins Koblenzer „Palais“. Nachdem bei der Jubiläumsparty mit DJane Ayleen erstmalig eine Frau das Ruder übernommen hat, geben sich diesmal wieder die Chocolate-Residents MC Dragon D. und Crazy Cutz die Tonabnehmer in die Hand. Seit über zwei Jahren steht „Chocolate Club“ für die angesagteste Black-Party der gesamten Region. Attila Ramiani hat das aufeinander eingeschworene Team fürs Palais vorab getroffen:


Palais: Klassische Eröffnungsfrage: Dragon D., wie fing die ganze Geschichte bei Dir an?

MC Dragon D.: Klassische Antwort: Durch Inspiration. Bei mir in Form einer Begegnung mit DJ Magic B., der damals bei Jam FM moderierte. Seitdem ging alles sehr schnell. Ich hab daraufhin eine Gruppe gegründet, „The Dragons“ – und war von da an Dragon D.. Die fast zweijährige Zusammenarbeit mit Magic B. hat mich weit nach vorne gebracht.

Palais: Moment, Du nennst Dich MC Dragon D.; was ist eigentlich ein „MC“?

MC Dragon D.: Ja, da streiten sich die Geister drüber, weil es so eine Art Philosophie oder Lebensansicht in sich birgt. Die Buchstaben stehen als Kürzel für „Microphone Checker“ – zumindest seh ich das so; es gibt auch Leute, die verstehen darunter den „Master of Ceremony“, das ist aber eher bei viel Text der Fall, wie bei Poetry Slams oder so. Als MC legst Du eben nicht nur auf, Du performst mit Deiner Stimme, rapst, singst, textest manchmal ganz spontan. Ein echter MC ist eigentlich ein Battle MC. „Battle“ steht hier allerdings nur im übertragenen Sinn für das Wort „Schlacht“. Ein guter MC ist ein Entertainer, nicht nur ein Turntable-Rocker; er spielt mit seinem Publikum – mehr noch: Das Publikum ist Teil der Show.

Palais: Black Music, worauf Ihr Euch spezialisiert habt, hat viel mit der Seele, dem Gefühl zu tun. Was genau fasziniert Euch so an dieser Musik?

MC Dragon D.: Black Music ist Urban Music [Anm. d. Red.: städtische Musik, am Puls der Zeit, am Bedürfnis der Bevölkerung orientiert]. Bei mir ist das so, dass ich sehr religiös aufgewachsen bin und daher eine gewisse Nähe zum Gospelgesang erfahren habe. Genau dieses Gefühl hab ich in allem, was Black Music ist, wiederentdeckt. Black Music ist so vielseitig, ist Soul, R’nB, Blues, Rap, Crunk, ja sogar Reggae oder Hip Hop.

DJ Crazy Cutz: Wobei ich echt sagen muss: Wir machen’s uns manchmal bewusst ein bisschen schwerer, als so mancher Hip Hopper oder die meisten House-DJs. Die Live-Komponenten sind uns viel wichtiger als das reine Auflegen. Deshalb basteln wir ja jetzt auch so intensiv an unseren eigenen Sachen. Zur Black Music kam ich tatsächlich übers Breakdancing und es ist einfach die einzige Musik, bei der ich unwillkürlich mit dem Kopf mitnicken muss. Von daher könnt ich wohl gar keine andere Musik machen.

MC Dragon D.: Es ist aber auch die Arbeit an sich, die einen immer wieder bestätigt. Zum Beispiel die Supports, die wir zum Teil unabhängig voneinander gemacht haben.

Palais: Als da wären …?

MC Dragon D.: Ich hab für die DMX, die Ying Yang Twins, Method Man, Redman und (lacht und schaut zu Crazy Cutz) natürlich Crazy Cutz gearbeitet.

DJ Crazy Cutz: Das Produzieren steht bei mir jetzt ganz groß auf der Planung. Es ist ein so wichtiger Part der Selbstverwirklichung in dieser Branche wie die Live-Gigs in guten Clubs, wie dem „Palais“, zum Beispiel.

Palais: Hey, da hast Du aber jetzt gut die Kurve gekriegt …

DJ Crazy Cutz: Mal ehrlich: Das Ambiente vom „Palais“ ist einfach unschlagbar. Und das macht den Erfolg von „Chocolate Club“ auch wesentlich mit aus. Ich freu mich jedes Mal drauf, da zu spielen, weil es was ganz Besonderes ist.

Palais: … und am 6. Juni wieder sein wird. Wir freuen uns auf Euch.

Die Fragen stellte Attila Ramiani.
Fotos: Agentur (2), Attila Ramiani („Chocolate Club“ im „Palais”)

 

Quelle: Palais

UNSERE PARTNER

palais.png
FitnessFirst
palais.png
Palais
palais.png
Virtual Nights
palais.png
China Lounge
palais.png
Phoenix Club
palais.png
Capitol Bremen

Empfehle EMOENT weiter: